cosmika x Lisa Berns – Wie unser Kakao Guide entstanden ist

cosmika x Lisa Berns – Wie unser Kakao Guide entstanden ist

Wir wollten, dass sich ein Ritual anfühlt wie eine Tür, die aufgeht – nicht wie ein Plan, den man abarbeiten muss. Kakao ist für uns ein Medium. Aber was er wirklich kann, passiert nur, wenn man ihm Raum gibt.

Genau daraus ist die Idee für unsere Ritual Box entstanden. Nicht als weiteres "Produkt”, sondern als Einstieg: ein Rahmen, wenn du beginnen willst. Denn viele Menschen spüren eine Sehnsucht nach Ritual – aber nicht nach Komplexität, Regeln oder spiritueller Überhöhung. Eher nach einer klaren Struktur, die offen bleibt.

Relativ schnell wurde uns klar: Das zentrale Element dieser Box muss die Anleitung sein. 

Warum ein Guide überhaupt nötig wurde

Rituale wirken manchmal wie etwas, das entweder sehr groß oder sehr speziell sein muss. Dabei ist die Essenz eigentlich schlicht: Ein Ritual ist eine Handlung, der du bewusst Bedeutung gibst.

Und vielleicht ist genau das heute so relevant: Rituale bringen uns zurück in den Kairos, diese andere Zeitqualität, in der nicht die To-do-Liste regiert, sondern Präsenz. In der das, was wir tun, plötzlich Gewicht bekommt – weil wir da sind.

Die Struktur: eine Ritual-Reise in fünf Schritten

Wir haben den Guide nicht als “Anleitung zum Kakao” geschrieben, sondern als eine kleine Reise. Er führt durch fünf Stationen, die sich gegenseitig stützen – und die man trotzdem jedes Mal anders füllen kann: der Space, die Zubereitung, die Intention, das Trinken & die Integration.

Ein Jahr zwischen Idee und Loslassen

Als der Text stand, war die nächste Frage: Wie fühlt sich das visuell an?

Ich wollte keine klassische “Anleitung”-Ästhetik. Keine Illustrationen, die erklären oder dekorieren. Sondern eine Bildsprache, die denselben Job macht wie ein Ritual: sie setzt Stimmung, markiert Übergänge, schafft Raum. Denn Rituale funktionieren nicht nur über Inhalt. Sie funktionieren über Atmosphäre. Über Schwellen. Über das, was zwischen den Worten liegt.

Was im fertigen Guide leicht wirkt, war für mich ein langer Prozess. 

Ich hatte eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie sich der Guide anfühlen sollte. Nicht im Sinne eines fertigen Designs – sondern als Stimmung. Als inneres Bild. Ich wusste, dass es weich sein muss, aber nicht zu verspielt. Reduziert, aber nicht nüchtern. Symbolisch, aber nicht überladen.

Nach einem Jahr, in dem ich versucht hatte, genau dieses Gefühl selbst zu visualisieren, war klar: Ich brauche jemanden, der diese Vision nicht ersetzt, sondern übersetzt.

Und genau hier kam Lisa ins Spiel.

Lisa Berns – und der Prozess, der bei Papier begann


Lisa Berns: "Für cosmika wollte ich Motive entwickeln, die sowohl die äußere als auch die innere Dimension eines Kakaorituals sichtbar machen. Einerseits haben mich die ganz konkreten, physischen Formen rund um das Ritual und die Kakaopflanze inspiriert: die Kakaobohne selbst, der flüssige Kakao, der aufsteigende Dampf im Topf oder Hände, die ein warmes Gefäß umschließen. Diese visuellen Elemente haben einen Teil der Formsprache geprägt. 

Gleichzeitig sind die Formen auch von der inneren Reise beeinflusst, die ein Kakaoritual begleiten kann. Sie greifen Empfindungen und Gefühle auf, die in diesem Moment entstehen – und die für jede Person ganz unterschiedlich sein können. Die Gestaltung sollte deshalb nicht nur etwas Sichtbares zeigen, sondern auch Raum für eigene Wahrnehmung und Interpretation lassen.

Besonders schön war es für mich, bei diesem Projekt wieder ganz analog mit den Händen zu arbeiten. Zu Beginn habe ich frei mit Scherenschnitten auf Transparentpapier experimentiert. Durch Überlagerungen und neue Kombinationen sind aus einzelnen Elementen immer wieder überraschende Formen entstanden. So konnte ich sehr offen an das Projekt herangehen und für cosmika eine eigene, lebendige Formenwelt entwickeln.

Im nächsten Schritt habe ich die entstandenen Arbeiten digitalisiert, um sie weiterzuverarbeiten und in ihren finalen Kontext zu bringen – mit dem Ziel, die Empfänger:innen visuell durch ihr Kakaoritual zu begleiten."


Warum das alles in einer Ritual Box zusammenkommt

Die Ritual Box ist im Kern ein Gegenentwurf zu Überforderung. Kein neues Konzept, das du lernen musst. Kein Ritual, das du nachspielst.

Eher ein Rahmen, der dich zurückführt:
zu Präsenz,
zu Körper,
zu Intention.

Der Guide ist deshalb das Zentrum geworden. Weil er nicht versucht, ein Ritual zu definieren, sondern es zugänglich zu machen. Und weil er dich nicht abhängig macht, sondern dich darin stärkt, deine eigene Praxis zu entwickeln.

Zur Ritual Box

 

Dieser Artikel ist ein Blick hinter die Kulissen und ein Danke an Lisa <3

Wenn du ihn in den Händen hältst, hältst du nicht nur eine Anleitung, sondern einen Einstieg in etwas, das du jedes Mal neu gestalten kannst.

Luisa

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